Ist das kaputt oder ReparierBar?

Ob ein kaputter Fön oder ein Loch in der Jeans. Oft fehlt nur ein Ersatzteil und eine Person, die Dir zeigt, wie es geht und Du sparst Dir Geld und handelst nachhaltig. In unserer ReparierBar möchten wir Dir helfen, Dein kaputtes Stück wieder nutzbar zu machen und es so vor dem Müll zu retten.

Die ReparierBar ist ein rein ehrenamtliches Angebot.

Für unsere ReparierBar suchen wir noch Ehrenamtliche, die beim reparieren helfen oder für das leibliche Wohl sorgen wollen. Wenn Du gern unter Leuten bist, Kontakte knüpfen willst oder handwerklich interessiert bist, freuen wir uns über Dich. Melde Dich bei uns per E-Mail an info@gemeinschaftswerk-pfronten.de.

Die ReparierBar findet künftig jeden ersten Samstag im Monat im Bahnhof Pfronten-Ried statt. Das erste Mal wollen wir am 3. Oktober 2021 öffnen.


Nächster Termin: 06. Nov. 2021, 14 – 17 Uhr


ReparierBar öffnete am 16. Okt. 2021
zum Internationalen Tag des Reparierens

Am 16. Okt. 2021 fand zum fünften Mal der Internationate Tag des Reparierens („Repair Day“) statt. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto „Reparieren senkt die Treibhausgasemissionen“ und sollte darauf aufmerksam machen, dass durch die Verlängerung der Lebensdauer von Produkten jede Menge Rohstoffe, Energie und Transportwege eingespart und dadurch die Treibhausgasemission reduziert werden können.

Die ReparierBar in Pfronten nutzte die Gelegenheit für eine „ausserplanmäßige“ Öffnung an diesem Tag. Auch viele Pfrontener nutzen die Gelegenheit, um wieder allerhand Elektrogeräte und Textilien zur Reparatur vorbeizubringen.


Reparieren als (kleiner) Betrag zur Reduzierung des Mülls und zur Schonung von Ressourcen

Von den 84,4 Milliarden Tonnen Rohstoffen, die im Jahr 2015 weltweit entnommen und verarbeitet wurden, stammten nur 8,4 Milliarden Tonnen (also knapp 10%) aus dem Recycling. Etwa ein Viertel der Ressourcen (21,5 Mill. Tonnen) verblieben als langlebige Güter (z.B. Gebäude), zwei Drittel dagegen (61,1 Mill. Tonnen) wanderten auf Deponien oder wurden in Form von Umweltverschmutzung freigesetzt. Recycelt wurde vor allem Biomasse – das Recycling anderer Rohstoffe, wie Erze, Gesteine oder Mineralien verschwand in der Rundung der Zahlen (Quelle: „Raus aus dem Müll“, National Geographic, 2/2018, S. 42).

Recycling kann in unterschiedlichen Formen erfolgen, die sich in der „Größe“ der Kreise unterscheiden:

  • Wiederverwerten: Gegenstände in nutzbare Materialien zerlegen und darauf ggf. neue Produkte herstellen
  • Aufarbeiten: Gegenstände so gut wie möglich wieder herrichten
  • Wiederverwenden: Produkte durch möglichst viele Menschen nutzen lassen
  • Reparieren: Produkte so lang wie möglich nutzen

Dabei ist Reparieren der kleinste Kreis, d.h. Gegenstände werden unmittelbar wieder einer Nutzung zugeführt, ohne dass weitere Rohstoffe oder Energie dafür nötig sind.